Salzburger Festspiele, Felsenreitschule, Eröffnungskonzert 2012
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Hinter den Kulissen von Festspielhaus und Felsenreitschule 

Wusstest du, dass der Pausenraum des Großen Festspielhauses ein ehemaliger Pferdestall ist? Erfahre jetzt alles Wissenswerte über Festspielhaus & Felsenreitschule!

Salzburgs Konzerthäuser damals und heute

Bist du schon einmal durch die Hofstallgasse in der Salzburger Altstadt geschlendert? Mit direkter Aussicht auf die Festung Hohensalzburg steht auf der rechten Straßenseite der prunkvolle Bau des Großen Festspielhauses. Direkt dahinter liegt etwas versteckt die Felsenreitschule. Während der Sommermonate verwandelt sich die Gasse zum ultimativen Festspiel-Boulevard. Ein Blick hinter die Kulissen und abseits des Trubels lohnt sich. Wir verraten dir spannende Insider-Facts rund um die Geschichte der heiligen Hallen!

Umbau vom Stall zur Institution der Hochkultur

Auf dem Areal des Großen Festspielhauses residierten schon so einige Bewohner. Die Ersten davon waren vierbeinig. Ursprünglich gehörte es nämlich zusammen mit der angrenzenden Felsenreitschule zu den Hofstallungen des Fürsterzbistums Salzburg. In den Bauwerken waren die wertvollen Pferde der Erzbischöfe untergebracht. Die ehemalige Nutzung der Gebäude ist bis heute namensgebend für die Hofstallgasse. Pferdemosaike auf dem Fußboden des Pausenraums im Großen Festspielhaus erinnern bis heute daran. Schau bei deinem nächsten Besuch einfach mal nach unten und suche nach dem Fliesenmuster im Steinboden.

© Großes Festspielhaus | Luigi Caputo

Zwischenzeitlich diente das Gebäude als Unterkunft für die Kavallerie, Artillerie und das Bundesheer. Außerdem beherbergte es sogar das Haus der Natur. Ab 1956 wurde der Komplex speziell für die Festspiele umgebaut und ab 1960 als Bühnenhaus genutzt.

Wo früher bis zu 150 Pferde lebten, befindet sich heute eine 100 Meter breite Bühne mit insgesamt 825 einzeln verbauten Stromkreisen. Das Große Festspielhaus gehört damit zu den größten Spielstätten der Welt. Im Zuschauerbereich ist Platz für 2.179 Gäste und im Orchestergraben können bis zu 110 Musiker sitzen. Sogar 55.000 Kubikmeter der Mönchsbergwand wurden abgetragen, um zusätzlich Platz zu schaffen.

Übrigens: Gekühlt wird das Festspielhaus mit Wasser aus dem Almkanal.

Bühnensicht im Großen Festspielhaus
© Luigi Caputo | Salzburg Info

Hassliebe Felsenreitschule

Was für eine erfolgreiche Aufführung essenziell ist? Eine Bühne, gute Akustik und Sitzplätze. Nichts davon gab es zu Beginn in der Felsenreitschule. Bis heute gilt das Konzerthaus als problematische Spielfläche. Diverse Werke sind in der Location sogar unspielbar. Heiß geliebt und unschlagbar ist allerdings ihr Flair: Die Felsenreitschule befindet sich direkt am und sogar im Mönchsberg. In die Felswand des Stadtberges wurden 96 Rundbögen geschlagen, die die Salzburger Kulturveranstaltungen bis heute einzigartig machen.

Bereits im 17. Jahrhundert wurden die Arkaden als Zuschauerränge für die Sommerreitschule genutzt. Zunächst fanden dort Tierkämpfe statt. 1926 folgte das erste Theaterstück: Auf einer Bühne aus plattgetrampelter Erde, mit Holzbänken zum Sitzen und noch ohne Überdachung. Seitdem gab es permanente Renovierungen und Umbauarbeiten.

Bühne in der Felsenreitschule
© Andreas Kolarik | Salzburg Info

Bis heute umfasst das Areal die ursprüngliche Fläche der Felsenreitschule. Mittlerweile werden die Arkarden als Bühne genutzt und bis zu 1.412 Zuschauer finden auf der Tribüne Platz.

Apropos: Fast wäre die Felsenreitschule der Austragungsort der ersten Salzburger Festspiele geworden. Die Gründer entschieden sich dann allerdings doch für den Domplatz.

Arkarden und Tribüne in der Felsenreitschule
© Luigi Caputo | Salzburger Festspiele

Es müssen nicht immer Festspiele sein

Du kennst die Spielstätten nur von den Salzburger Festspielen? Es gibt so viele Events mehr zu entdecken! Die Salzburger Kulturvereinigung bietet das ganze Jahr über spannende und abwechslungsreiche Veranstaltungen auf den Bühnen von Festspielhaus und Co. an. Bei den Salzburger Kulturtagen gibt es außerdem eine bunte Mischung aus klassichen und modernen Inszenierungen zu sehen. Unter dem Motto „Rhythm of the Americas“ erobern im Oktober beispielsweise Hip-Hop-Tänzer die geschichtsträchtige Bühne des Großen Festspielhauses.

Schon gewusst? Die Veranstalter der Salzburger Festspiele bieten auch Führungen durch die Spielstätten an!

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