Finger auf einer Landkarte
Info

Die Salzburger Stadtteile und ihre Namen – Teil 1

Von Aigen bis nach Kasern: Salzburgs Stadtteile und ihre Namen!

Aigen, Gneis, Itzling und Co: Die Salzburger Stadtteile sind weitläufig bekannt. Doch woher haben die Viertel und Vororte eigentlich ihre Namen? Du möchtest es genau wissen? Dann begib dich auf einen sprachlichen Streifzug durch die Mozartstadt und erfahre im ersten Teil mehr über die Stadtteile von A bis K!

Stadtteil Aigen

Ein „Aigen“ bedeutete einst ein „ererbtes Grundeigentum“ und wurde gleichzeitig oft auch als Adelssitz verstanden. Ein Aigner war somit ein freier Bauer, der ein nicht abgabepflichtiges Gut besaß. Heute ist Aigen vor allem aufgrund seiner Villen bekannt. Du möchtest mehr über den Stadtteil erfahren? Dann lese jetzt in der Salzburg Fibel alles zum Juwel im Süden der Stadt.

Stadtteil Andräviertel

Rund um das Jahr 1879 entstand in Salzburg ein neuer Stadtteil – die sogenannte Neustadt. Dieser Teil wurde nach Fertigstellung der St.-Andrä-Kirche im Jahr 1898 schließlich Andräviertel genannt. Heute trifft die langjährige Geschichte auf ein hippes und junges Flair. Erfahre gleich, was das Ändräviertel so besonders macht!

Die Andräkirche in Salzburg
© Andreas Praefcke

Stadtteil Äußerer Stein

Der Stadtteil „Äußerer Stein“ hat seinen Namen aus einem praktischen Grund: Denn um sich vor dem Hochwasser der Salzach zu schützen, bauten die Salzburger ihre Häuser „auf den Stein“. So war ein Stein zur damaligen Zeit auch ein Felsabhang. Die Häuser entlang des Kapuzinerbergs gehör(t)en also zum Stadtteil „Äußerer Stein“.

Stadtteil Elisabeth-Vorstadt

Wahrlich kaiserlich! Von 1904 bis 1920 entstand westlich des Bahnhofes ein neuer Stadtteil. Er wurde nach der österreichisch-ungarischen Kaiserin Elisabeth (1837-1898) benannt. Allerdings kennt man den Stadtteil auch unter dem Namen Froschheim oder Plainviertel.

Stadtteil Gneis

Ein weiterer Stadtteil im Süden der Stadt ist Gneis. Der Name leitet sich vom lateinischen „canalis“ ab, was so viel bedeutet wie Kanal. Grund dafür ist, dass es entlang des großen Leopoldskroner Mooses zur damaligen Zeit Entwässerungsgräben gab. Direkt neben Gneis liegt der etwas neuere Stadtteil Gneis Süd!

Das Schloss Leopoldskron mit dem Leopoldskroner Weiher
©Tourismus Salzburg | Foto: Breitegger Günter

Stadtteil Gnigl

Zwischen dem Kühberg, einen Vorberg des Gaisbergs, und dem Heuberg im Norden – liegt die kleine Siedlung Gnigl. Den Namen hat der Stadtteil dabei vermutlich aufgrund des Alterbachs, der durch die Region fließt! Dessen keltischer Name „glanicle“ wurde erstmals im Jahr 790 urkundlich erwähnt und erinnert dabei schon sehr an den heutigen Namen Gnigl.

Stadtteil Itzling

Der Stadtteil Itzling entstand um 1900, als erste Siedlung für Bahnangestellte. Dabei ist vor allem die Endung -ing des Namens interessant: Dieses Kürzel bedeutet historisch gesehen eine Zugehörigkeit zu einem Grundherrn und in weiterer Folge soviel wie Heim, Hof oder Siedlung der Sippe Uzzo. Was du heute im Stadtteil Itzling unternehmen kannst, erfährst du am Blog.

Stadtteil Kasern

Die Herkunft des Namens Kasern ist nicht eindeutig geklärt. Erstmals urkundlich erwähnt, wurde „Kaeser/Keser“ im Jahr 1273. Damit wurde vermutlich eine kleine Hütte (lateinisch „casaria“) gemeint. Allerdings könnte man den Namen auch auf caseus, also Käse, zurückführen. Mit der oft vermuteten Kaserne besteht allerdings kein Zusammenhang.

Du möchtest keinen spannenden Beitrag über Salzburg mehr verpassen? Dann melde dich doch für den Newsletter an!