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Die Salzburger Stadtteile und ihre Namen – Teil 3

Von Mülln bis nach Taxham: die Salzburger Stadtteile und ihre Namen – Teil 3!

Von Mülln bis nach Taxham

Weißt du eigentlich, wie der Salzburger Stadtteil Mülln zu seinem Namen gekommen ist? Nein? Dann lese jetzt den dritten und letzten Teil unserer Serie und entdecke spannende Details rund um die Mozartstadt und ihre Geschichte!

Stadtteil Mülln

Aufzeichnungen zufolge ist der Stadtteil Mülln, nördlich des historischen Zentrums, die älteste Vorstadt Salzburgs. Dabei trägt der Name wenig zu Überraschungen bei! Denn bereits im Jahr 790 wird Mülln als „ad moldina“, also „bei den Mühlen“ erstmals genannt. Tatsächlich befanden sich zur damaligen Zeit eine ganze Reihe von Mühlen entlang des Riedenburger Bachs. Den Namen Mülln bekam der Stadtteil schließlich im Laufe des 12. Jahrhunderts.

Info am Rande: In Mülln befand sich einst auch das Leprosenhaus, eine Kolonie für Leprakranke.

Stadtteil Nonntal

Noch viel weiter zurück geht die Geschichte des Nonntals. Das Gebiet südlich der Altstadt war bereits zu keltischen Zeiten besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das „Nunnetal“ um 1326. Der Name verweist dabei auf die Ebene unterhalb des Benediktinerstifts Nonnberg, wo einst die Dienstleute untergebracht waren.

Übrigens: Das Stift Nonnberg ist das älteste seit seiner Gründung (zwischen 713 und 715) ununterbrochen bestehende Frauenkloster nördlich der Alpen!

Stadtteil Parsch

Nicht ganz so klar, ist die Namensgeschichte des Stadtteil Parsch am Fuße des Gaisbergs. Während einige den Namen vom lateinischen „pars“ (der Teil) ableiten, vermuten andere die Herkunft von „Parzigen“, also einem verkrüppelten Buschwerk. Aber auch die Herkunft aus dem Keltischen ist nicht ausgeschlossen!

Stadtteil Riedenburg

Der Name Riedenburg stand lange Zeit für den Riedenburger Berg, der heute als Rainberg bekannt ist. Die Bezeichnung ging schließlich im Laufe der Zeit auch auf den dazugehörigen Siedlungsraum über. Wirklich beeindruckend ist dabei, dass der Rainberg tatsächlich bereits rund um 4500 vor Christus besiedelt war!

Stadtteil Salzburg-Süd

Der Stadtteil Salzburg-Süd fasst gleich drei Siedlungen zusammen. Der Ortsteil Alpensiedlung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde nach der 1936 erbauten Alpenstraße benannt. Der Ortsteil Josefiau bekam seinen Namen aufgrund einer Kapelle, die auf dem Kaserergut im Jahr 1677 zu Ehren des heiligen Josef erbaut wurde. Und der Ortsteil Herrnau ist auf den Begriff Herrenau, also die Au der Adeligen, zurückzuführen und wurde erstmals 1574 erwähnt.

Stadtteil Schallmoos

Der Name des Stadtteils steht mit dem Begriff „schal“ (fahl, blass) in Verbindung und weist auf ein schales, unreines Moorgebiet hin. Zunächst war das Stadtgebiet zwar nur unter dem Namen Mos bekannt. Im Laufe des 16.Jahrhunderts etablierte sich dann der vollständige Name!

Stadtteil Taxham

Beim Stadtteil Taxham ist vor allem die Endung des Namens interessant. Denn -ham oder auch -heim ist in der Gegend rund um Bayern eine übliche Bezeichnung. Im Fall von Taxham wurde der Name von einem alten Bauerngut, dem Gut Daxenheim, auf den Stadtteil übertragen. Daxenheim leitet sich wiederrum von „Heim beim Fichtenzweig“ ab und Taxen sind Nadelbaumzweige.

Du möchtest noch mehr über die Namensgeschichte der Stadt Salzburg erfahren? Dann entdecke jetzt auch den ersten und zweiten Teil des sprachlichen Streifzugs durch die Mozartstadt!